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Markierung mittels Docht

Schematische Darstellung der Dochtmarkierung (cotton-wick)

Bei der Dochtmethode wird die isotopenhaltige Lösung über den Stängel der Pflanze durch den Transpirationssog aufgenommen. Außerdem gibt es die Möglichkeit eine gleichzeitige 13C-15N-Doppelmarkierung durchzuführen (Wichern et al., 2007).

Für diese Methode wird mit einem Bohrer ein kleines Loch in den Stängel etwa 2-3 cm über den Boden gebohrt, in das ein Baumwollfaden eingefädelt wird. Dieser wird, um Isotopen-Verluste durch Verdunstung zu vermeiden, in einen Plastikschlauch gezogen. Beide Enden des Fadens werden in ein mit Lösung gefülltes Vial (2 ml) eingeführt. Die Übergangsstellen am Stängel und am Deckel des Vials werden mit Teroson, einer Art Knetmasse, abgedichtet. So können ebenfalls Transpirationsverluste verhindert werden. Mit dieser Methode ist ein mehrfaches Markieren möglich, indem die kleinen Vials mit entsprechender Lösung nachgefüllt werden (Wichern et al., 2007).

Anschließend wird mit sterilem deionisiertem Wasser nachgespült, um eine vollständige Aufnahme der isotopenhaltigen Lösung zu gewährleisten und einer Kallusbildung (welche die Aufnahme behindert) vorzubeugen. Alle in dem System verwendeten Materialien werden 20 Minuten bei 121° C mit Dampf sterilisiert (Wichern et al., 2007).

15N steht in dieser Grafik für 15N-Harnstoff bzw. für 13C-Glukose