






Für eine Wurzelmarkierung werden zunächst die Keimwurzeln junger Pflanzen teilweise
angeschnitten, um die Entwicklung von Seitenwurzeln zu stimulieren. Anschließend werden
die Wurzeln in zwei möglichst gleich große Einheiten aufgeteilt. Die eine Hälfte wird in
einen mit Erde befüllten Topf gepflanzt, während die andere Wuzelhälfte in einen mit
Wasser und Tonmurmeln befüllten Topf gesetzt wird. Wenn sich die Pflanze im BBCH 13-14
(3- bzw. 4-Blatt-Stadium) befindet, wird dem Wasser die Markierungslösung
(13C-Glukose bzw. 15N-Harnstoff) hinzugefügt (Mahieu et al., 2007;
Schmidtke, 2005a).
Da bei diesem Markierungssystem Teile der Wurzeln an der
Erdoberfläche liegen, werden diese durch Plastikröhrchen vor Austrocknung geschützt.
Die oberen Öffnungen der Plastikröhrchen werden mittels Teroson abgedichtet
(im Bild: gestrichelter Kreis) (Mahieu et al., 2007).
Die markierten Isotope (13C bzw. 15N) werden von den Pflanzenwurzeln mit dem Wasser des rechten Topfes aufgenommen. Sie verteilen sich in der Pflanze und können anschließend über die Wurzeln ausgeschieden werden. Durch die markierten Isotope, die sich in der Erde des linken Topfes befinden, lässt sich die Rhizodepsition feststellen (Sawatsky & Soper, 1991; Schmidtke, 2005a).